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Oder: Alles was wir glauben wird wahr!

 

Ohne Konzepte kommen wir in dieser Welt praktisch nicht aus.

Ohne Konzepte herrscht Chaos und jedwede Ordnung ist ein Konzept.

Die Frage ist allerdinx, fördern oder behindern uns diese Konzepte in unserer Entwicklung?

Wir sind ja all zu oft überzeugt davon, dass dies und jenes so oder so ist, dass die Welt so oder so ist, dass wir dies oder das sind. Oft genug engen wir uns damit erheblich ein.

 

Im Buddhismus heißt es, die Welt ist Illusion.

Das kann ich nur zum Teil bejahen, nämlich in dem Punkt, dass jegliche Interpretation und jedes Konzept einer Sache, das auf den Glauben daran überhaupt funktioniert, nur die Wertigkeit hat, die wir ihr geben. Also nur das wahr ist, was wir glauben.

Sicher mag es aus einer gewissen Warte so sein, dass selbst jegliche Manifestationen illusorisch sind, aber das ist mir, aus der momentanen Position, in der ich als Mensch in dieser Welt im Leben stehe, doch etwas zu abstrakt und vergeistigt.

Denn egal ob ich etwas berühre, höre, sehe, fühle oder mit sonst einem Sinn erfasse, es ist in diesem Moment Realität für mich. Und es gibt keine andere Realität als den momentanen Augenblick, bzw. die dynamische Fortentwicklung von Momenten - denn sagen wir „Jetzt!“ ist dieses Jetzt bereits schon wieder Vergangenheit und somit Illusion.

Wenn ich jedoch starke Schmerzen verspüre, dann kommt mir die buddhistische Sicht der Dinge wie blanker Hohn vor. Die Schmerzen sind einfach da und lassen sich nicht ignorieren.

Illusorisch ist dabei allenfalls meine Interpretation dieser Angelegenheit und wie ich sie bewerte.

 

Derzeit wird von Vertretern der traditionellen Religionen gemäkelt, dass Neuzeit-Esoteriker oftmals eine Patchwork-Religion nach ihrem Gutdünken zusammenschustern und sind der Meinung, dass das so nicht gut gehen kann.

Mal abgesehen davon, dass gerade die christliche Religion, die heute real praktiziert wird, ein Patchwork aus hebraischen Kulten, römischen Denkens und alten, so genannten heidnischen Bräuchen (Ostern, Julfest etc.) ist, ist es anmaßend zu glauben, dass nur der eigene Glaube Heil und Segen bringen kann. Was für den einen gut sein mag, ist es für den anderen noch lange nicht.

Denn wenn ein Mensch so frei und offen ist, sich aus all den Überlieferungen und religiösen Traditionen seinen eigenen Spirituellen Coctail zusammenzubrauen, dann ist die Frage eher die, wie stark sein Glauben darin ist, dass dieser auch in Krisenzeiten funktioniert.

Denn egal welches Konzept ich benutze, solange es mich gegenüber den Einflüssen der Welt geschmeidig macht und mir Halt gibt, ist es in jedem Falle förderlich.

 

Zudem es ja im Grunde bei jedem spirituellen Weg einen Konsens gibt und wenn man sich mit den diversen Glaubensrichtungen eingehend befasst, findet man im Kern auch die Übereinstimmungen. Zudem ist es ja so, egal auf welchem Weg wir den Zugang zur göttlichen Kraft bekommen, entweder er besteht oder eben nicht. Offensichtlich attackieren meistens diejenigen andere Weltanschauungen, die nicht in Kontakt mit der göttlichen Kraft sind und deshalb eben auch unsicher. Denn wenn Gott alles ist, dann sind ja wohl auch alle Wege zu ihm richtig.

Gefährlich wird es ja meistens dann, wenn die Leute anfangen, Ihr Glaubenskonzept als einzige Wahrheit zu sehen, meinen andere davon überzeugen zu müssen und dabei ihren Humor verlieren.

Denn egal an was man glaubt, sobald man dabei keinen Spaß mehr versteht, ist der Fluss unterbrochen, das Konzept erstarrt und offensichtlich keine Verbindung zur göttlichen Quelle vorhanden. Wer seinen Glauben vehement und unter Missachtung der religiösen Grundsätze verteidigen muss, dessen Glauben steht offenbar auf einem wackligen Fundament.

 

Egal ob ich den Weg der Runen gehe, Astrologie oder Nummerologie betreibe, Shiva verehre, Christus anbete, Hare Krishna singe, Schwitzhüttenrituale mache oder meditiere. Alles sind im Grunde nur Konzepte die auf unserem Glauben daran funktionieren.

Die Astrologie ist da ein gutes Beispiel, denn rein astronomisch gesehen, stimmt sie im Grunde nicht mehr mit dem tatsächlichen Stand der Gestirne überein. Mittlerweile hat sich alles um einige Grade verschoben. Aus Zwillingen werden demnach Stiere, aus Skorpionen Waagen usw.

Dennoch greifen die alten Einteilungen nach wie vor auf wundersame Weise.

Wie kann das gehen? Haben die Sterne dann im Grunde doch gar keinen Einfluss auf uns?

Wie viele andere Systeme funktioniert die Astrologie auf Grunde des kollektiven Glaubens daran. Heutzutage ist es schon selbstverständlich, dass man sagt: „Ich bin ein Löwe und so und so!“ oder „Weil ich Jungfrau bin liegt mir dies und das besonders.“ oder sogar als Ausrede herhalten muss: „ Ich bin halt Steinbock und kann nicht anders!“

Das ist mittlerweile in unserer Gesellschaft so selbstverständlich, dass im morphogenetischen Feld (was ja im Grunde auch nur ein Konzept ist ;-) )ein so starkes Glaubenselemental (ich nenn das einfach mal so) vorhanden ist, dass es einfach zutreffen muss.

Erst wenn sich der Glaube an eine reformierte Astrologie durchsetzt, würde die alte Sicht der Dinge nicht mehr (so gut) greifen.

 

Interessant ist diese Dynamik auch beim Fußball zu beobachten, wo der (Aber-)Glaube, das etwas so oder so ist, erstaunlich viel Einfluss auf den Spielverlauf und das Ergebnis nimmt.

Als bei der WM 2006 ein Waldemar Hartmann die Behauptung öffentlich übers TV aufstellte, dass Bär Bruno das eigentliche WM-Maskottchen der Deutschen Mannschaft ist und nur, wenn er am Leben bleibt, Deutschland Weltmeister werden kann, veranschaulicht diese Dynamik sehr gut:

Kurz vor dem Halbfinale gegen Italien wurde er erschossen, als eigentlich schon keiner mehr damit rechnete und die Italiener schossen auch in den allerletzten Minuten die zwei Tore, als ebenfalls keiner mehr damit rechnete.

Und schon wurde geäußert, dass dies die Rache für Bruno war, der ja aus Italien kam (wenn auch Südtirol ja nicht wirklich Italien ist! ;-) ).

Was ist daran nun wirklich wahr? Im Grunde kann man nur sagen: Es ist für alle wahr, die daran glauben. Und mehr auch nicht!

(Mehr zum Thema „Aberglauben und Mystik im Fußball“ demnäxt in einer Extraabhandlung, denn bei dieser Sportart, die Massen bewegt, sind viele Glaubensdynamiken und magische Zusammenhänge sehr gut erkennbar, wie oben genanntes Beispiel auch zeigt!)

 

Ich bin keinesfalls gegen Konzepte, nur stellt sich die Frage, welche sind mich förderlich und in welchem Maße der Anwendung tun sie mir wirklich gut?

Ich arbeite ja seit vielen Jahren mit den Runen.

Viele Menschen fürchten sich aus verschiedenen Gründen vor ihnen. Oftmals aus Unwissendheit und den Glauben daran, was ihnen irgendwelche Leute, ob aus Kalkül oder ebensolcher Unwissendheit und dementsprechenden Nachgeplapper von angeblichen Wahrheiten, darüber erzählt haben.

Die Runen symbolisieren – nach einem aus archaischen Zeiten herrührenden, kollektiv geglaubten Konzept – die Naturkräfte und deren Wirkungen. Die Zeichen an sich sind einfache Verbindungen von Strichen, die sich überall in der Natur wieder finden (Schneeflocken, Kristalle, Wuchsformen von Bäumen etc.).

 

Die Namen sind Silben, die schon seit Urzeiten im Gebrauch sind und bestimmte Naturgeräusche und natürliche Laute beinhalten.

Das erklärt keineswegs ihre Macht und Stärke.

Die haben sie aufgrund der langen, bis in archaische Zeiten zurückreichende, kultische Anwendungen und dem damit verbundenen Glauben an ihre Wirkung.

Würde ich hergehen und irgendein ähnliches System erfinden, dann hätte es erstmal nur die Kraft, die ich darin hinein projiziere. Kann ich andere davon überzeugen, dass dieses Konzept wirksam ist und Vorteile bringt, dann steigt dementsprechend auch die innewohnende Kraft.

Ein altes System, dass schon seit Urzeiten in Gebrauch ist, ist von der Stärke erheblich überlegener, auch wenn die meisten, die dieses Konzept anwendeten bereits verstorben sind.

Denn das Prinzip des morphogenetischen Feldes funktioniert eben so, dass alles was mit einem Konzept in Verbindung steht, egal in welcher Zeit, auch wirksam ist.

So macht sich der Missbrauch der Runen durch die Nazis in den unseligen 12 Jahren im Grunde nur sehr geringfügig aus.Weshalb er dennoch so viel Gewicht hat, hängt mit der erhöhten Aufmerksamkeit der Leute zusammen, die dieser Geschichte in Bezug zu den Runen so viel Beachtung schenken. Durch deren Glauben an das schlechte Image, haben sie dieses auch in diesem Maße, also könnte man davon ausgehen, dass das, was die Lebenden glauben doch mehr Gewicht hat, als alles was davor war. Aber auch das wäre ein Glaubenskonzept, dem man mehr oder weniger Gewicht geben kann.

Zu Hinterfragen ist in diesem Falle natürlich auch, wer daran ein Interesse haben könnte, das Image irgendeiner Sache schlecht zu machen und aus welchem Grunde.

Grundsätzlich sollte man ja nicht allen den Glauben schenken, die vorgeben Gutes für uns zu wollen (wie etwa unsere angeblichen Volksvertreter).

 

Mir persönlich hat die Beschäftigung und die Anwendung der Runen auf alle Fälle dazu verholfen, mehr Klarheit in mein Leben zu bekommen, meinen (göttlichen) Willen auszuprägen, mit meinem Leben klar zu kommen und vorallem Kontakt zu meinem höheren/tieferen/inneren/göttlichen etc. Selbst zu bekommen.

In diesem Falle war und ist mir dieses Konzept hilfreich.

Und dennoch wird es mir wohl auf Dauer irgendwann eine Belastung sein und ich sollte mich davon trennen. Denn eine Krücke braucht man eben nur so lange, bis man wieder ohne gehen kann.

 

Und das ist im Grunde auch mein Anliegen in diesem Text:

Glaubt was Ihr wollt, verwendet möglichst die Konzepte die Euch g’schmeidig machen und werft die über Bord, die Euch daran hindern.

Behaltet aber diejenigen, die Euch behindern so lange, wie es eben nötig ist, dass Ihr sie von selber aus freien Stücken ablegt.

Hauptsache sie führen Euch relativ bald dazu, dass Ihr im Leben Freude, Liebe und Freiheit genießen könnt und sie Euch mit der göttlichen Quelle in Verbindung bringen.

Denn ohne Konzepte haben wir Chaos und damit kommen wir, vielleicht auch nur aus Gewohnheit und den Glauben daran, sehr schlecht zurecht.

Eine gewisse Ordnung braucht es für uns im Leben, doch jedwede Ordnung ist ein Konzept.

Also wählen wir uns die Konzepte, die uns g’schmeidig machen, damit wir fortan viel mehr lachen.

 

Alles was wir glauben wird wahr! Also überlegt Euch gut, was Ihr glaubt!

Auch das, was ich hier geschrieben habe! ;-)

 

Denn eines weiß ich ganz gewiss,

dass das Leben unglaublich is!

 

Od*Chi am 23.12.2006