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bei Od*Chi's Löwensenf (vorwiegend satirisch!)

 

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Deutschland einig Jammerland

12.01.07

 

Jammern scheint ja eine der Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen zu sein. Egal ob wir stabile Hochdruckgebiete oder dauerhafte Tiefdruckwirbelheimsuchungen haben, egal ob zu viel Schnee wie letzten Winter oder zu wenig wie in diesem. Stets wird eifrig gejammert.

 

Da kommen die Nachrichten vom Klimawandel, der vor kurzem noch Klimakatastrophe genannt wurde, natürlich gerade recht.

Dabei hätten es doch so viele Jammerer in der eigenen Hand genau dieser Entwicklung entgegenzuwirken, oder hätten sie zumindest gehabt.

Aber da wird ja immer noch wegen jedem Schmarrn, das Vierradlblech in Bewegung gesetzt, erfreut man sich an Schumi’s oder sonstigen Formel 1 Fahrer-Runden und jettet sonst wo in der Welt herum, weil es ja ach so billig ist. Ganz zu schweigen davon, dass man das Billige dem Preiswerten vorzieht und damit allerlei Widernatürliche und umweltbelastende Projekte unterstützt.

Also, was gibt es da zu jammern über hausgemachte Missstände?

 

Gejammert wird natürlich auch über die bösen Politiker. Aber wer wählt die denn eigentlich?

 

So habe ich einen Vorschlag für die Zukunft: Wenn auch sonst so gerne gespart wird (was ich bei den wesentlichen Dingen nicht wirklich erkennen kann), dann spart doch in Zukunft auch am Jammer. Denn all zu viel davon ist einfach auf dem eigenen Mist gewachsen.

Und die Beweggründe dafür sind ja doch all zu oft minderer Natur:

Für das schnelle Vergnügen, aus Faulheit, aus Feigheit und für das unkontrollierte und oftmals bar jeder Ethik wuchernde Wachstum der Wirtschaft. Wobei ich mich hier frage, wohin das denn noch wachsen soll.

Nennt man unkontrolliertes Wachstum beim Menschen nicht Krebs?

 

Und was hört man zwischen dem Jammern: „Ja mei, da kann man halt nix machen!“

So so, ich habe das Gefühl, dass dieses „kann man“ mit einem „ich will da nix machen“ oder „ich bin zu faul und zu feige was zu machen“ ersetzt werden müsste, will man bei der Wahrheit bleiben.

 

Das Niveau, auf dem gejammert wird, ist halt offenbar immer noch zu hoch, denn interessanterweise fängt der Mensch erst dann an, etwas zu tun, wenn es ihm wirklich schlecht geht und er gar nicht mehr anders kann.

Da scheinen wir noch ein Stück weit weg zu sein.

Ich frage mich bloß, ob wir tatsächlich so weit gehen müssen?

 

Od*Chi am 12.01.07

 

 


Bewegte Zeiten - 29.08.05

 

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„Sich bewegen bringt Segen“ lautet eine alte Weisheit.

Wenn ich mir jedoch die derzeitigen bewegten Tage und Wochen betrachte, dann trifft das wohl nur zum Teil zu.

Denn wie immer gibt es für alles ein Maß und das wird sowohl von Sportlern und Rekordjägern, wie Radlfreund Lance und Rundumadumimkreisherumkurv Schumi und deren Widersacher ja offensichtlich immer wieder überschritten.

Doch auch die Elemente, das Feuer in Süd-Europa, die Luft in der Karibik, wie auch das Wasser und die Erde bei uns im Alpenraum, bewegen sich derzeit in einer Intensität, die über das Maß hinaus zu schießen scheint.

Doch auch das ist ja eine sehr relative Betrachtungsweise des Menschen von heute, denn wenn ich mir so die Berge vor meiner Haustür anschaue und auch die Flusstäler, die sich dazwischen eingegraben haben, dann muss es wohl doch noch weitaus bewegtere Zeiten auf diesem Planeten gegeben haben und mit diesen Bewegungen hätten wir, die Menschen von heute, womöglich noch ganz andere Probleme gehabt.

Sicherlich spielen bei den derzeitigen intensiven Bewegungen auch die großmächtigen und unüberlegten Eingriffe der Menschen eine gewisse Rolle, doch im Grunde bewegt sich auf diesem Planeten schon seit jeher eine ganze Menge.Und wenn eins in dieser Welt wirklich Bestand hat, dann ist es sicherlich die ständige Veränderung, deren Wechsel der Intensität eben mal zu und ab nimmt. Wer tatsächlich glaubt, dass wir hier auf sicheren Terrain bewegen und unsere Errungenschaften von Bestand sind, der wird in diesen Tagen eines besseren belehrt.

 

Bewegung ist ja auch derzeit bei unseren (angeblich von uns gewählten) Volksvertretern bemerkelbar. Ob allerdinx nun plötzlich eine Frau eine wirtschaftliche Katastrophe abwenden kann, die schon vor vielen Jahren, wohl lange vor der Veränderung der politischen Farben, ihre Ursache hatte, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Womöglich legen es ja auch ein paar patriarchalisch konditionierte Männer darauf an, wieder einmal zu beweisen, dass Frauen einfach nichts drauf haben, schon gar nicht wenn es um Politik geht, indem sie kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Frau aufhalsen, dass noch irgendwie gerade zu biegen. Und das nur, um klar zu stellen, dass Frauen in der Politik nichts verloren haben.

Dafür soll nun die liebe Angela ihren Kopf hinhalten.

Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass ein Wechsel das bevorstehende Dilemma in der Wirtschaft beeinflussen, ja gar abwenden kann. Denn eine Gesetzmäßigkeit der Bewegung liegt in ihrer Dynamik. Ist eine Lawine erst einmal in Fahrt, dann gibt es nichts, was sie aufhält und hat ein Damm Risse, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann er bricht.

 

Weil das nun auch anscheinend viele Wissen und bekunden „da kann man eh nix machen!“, ist in diesen bewegten Zeiten gerade auf den Wegen zu den Wahllokalen weniger Bewegung als notwendig zu beobachten, weil spätestens nach dem Umfallen der früheren Gewissenspartei, viele nicht mehr an die Macht des Parlaments glauben und zumindest insgeheim wissen, dass wir in einer Konzernokratie leben.

Ich vertrat ja bisher auch mehr den Standpunkt, die Stimme lieber zu erheben, als sie abzugeben, doch auch meine erhobene Stimme wird mangels Lautstärke und nicht vorhandener Verstärker nur von wenigen gehört und nach den jüngsten Erfahrungen greift nicht einmal das wohl demokratischste aller demokratischen Instrumente, das Volksbegehren, da auch hier ein Mangel an Bewegung zu den Rathäusern zu bemerken ist.

Aber was interessiert den Büromenschen auch der für ihn weit entfernte Wald und den Mobiltelefonabhängigen Baugenehmigungen für Händymasten. Zweiterer ist ja doch auch auf einen guten Empfang angewiesen, wenn er sich durch die Welt bewegt, sofern sich auf den verstopften Autobahnen gerade mal wieder sehr wenig bewegt..

 

In der Politik gibt es ja viele Farben, eine neuere ist die Farbe Violett und als ich mir mal auf deren Homepage das Programm und die Weltsicht angeschaut habe, da kam ein wenig Bewegung in mein politikverdrossenes Gemüt und die lustige Vorstellung, dass sich womöglich alle anderen Parteien ziemlich grün und blau ärgern würden, wenn sich das Stimmvolk plötzlich vermehrt nach Violett bewegen würde. Wie sich jedoch deren Parteimitglieder als Regierungspartei verhalten würden, wäre natürlich fraglich.

Aber so weit sind wir ja noch nicht. Eine neue Partei des Gewissens, diesmal sogar mit spirituellen Inhalten, halte ich jedoch für sehr willkommen und notwendig.

Jedenfalls haben mich die Violetten nun doch auch dazu ermuntert, am 18. Sepp Temba meinen Hintern ins Wahllokal zu bewegen, anstatt den Dampfplauderern in ihrer unachtsamen Bewegung einfach freien Lauf zu lassen. Ob’s was bringt, ist zwar fraglich, da ja der größte Makel an der sogenannten Demokratie der ist, dass sie unweigerlich Minderheitenunterdrückung impliziert. Und wie wir ja in Amerika sehen durften, können Minderheiten sogar mehr als 50 Prozent des Volkes ausmachen.

 

Bewegte Zeiten, alles in Bewegung. Alles was nicht flexibel genug ist, wird gnadenlos attackiert und bewegt. So bleibt uns im Grunde nur eins, uns mit all diesen Bewegungen zu arrangieren und in Bewegung bleiben.

Oder wie ich es gerne in bayrisch formuliere: „Leit derdz g’schmeidig bleim!“

 

Od*Chi am 29.08.05