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Demokratie?

Die Demokratie halte ich für die scheinheiligsten aller politischen Formen, gaukelt sie doch vor, das Volk hätte etwas mit zu entscheiden, was in der Praxis jedoch kaum der Fall ist, allenfalls bei Volksbegehren und –Entscheiden, die jedoch selten und dann nur in Bayern und Sachsen stattfinden (und dann noch nicht mal in Anspruch genommen werden, wie wir beim Waldbegehren sehen konnten!).
Der größte Makel an der Demokratie ist jedoch der Aspekt der Minderheitenunterdrückung und das ist dann in Fällen von 50 zu 50 Entscheidungen, bei denen eine geringfügige Zahl von Stimmen entscheidet, einfach grotesk.
Einen Präsident Bush haben wir z.B. durch solch eine Entscheidung serviert bekommen, obwohl (fast?) die die Hälfte des Volkes ihn gar nicht haben wollte!
Was ist daran Gerecht, frage ich mich da?
Außerdem ist eine demokratische Entscheidung eine äußerst unstimmige Sache, wenn die 100% nur aus den abgegebenen Stimmen ermittelt werden. Stell Dir mal vor, wie leer der Bundestag wäre, wenn auch die Nichtwähler berücksichtigt würden, wahrscheinlich käme gar keine Regierung zustande, allenfalls eine große Koalition.
(Was uns womöglich jede Menge Hetz- und Hasstiraden der frustrierten Opposition ersparen würde, die es ja letztendlich auch nicht besser machen würde. Oder glaubt da tatsächlich ernsthaft jemand dran?)
Und was das Stimme abgeben betrifft, so ist das genau das, was ich nicht tun werde.
Ich gebe nicht meine Stimme und meine Verantwortung für vier Jahre ab und lasse die da oben, die sich als meine angeblichen Vertreter ausgeben, mal so einfach machen.
Nein ich gebe meine Stimme nicht ab, ich erhebe sie und sage Euch, dass das was Euch als Demokratie vorgegaukelt wird, ist in Wirklichkeit schon lange eine Konzernokratie ist.
Nur die wirtschaftlichen Interessen von Konzernen sind von Belang, nicht die Anliegen des Volkes. Wer das nicht glauben mag, der frage sich einmal, weshalb immer noch so viel Geld in Erdöl-Produkte gesteckt und damit die Umwelt verschmutzt wird, obwohl es doch bereits mehr als genug umweltfreundlicher Alternativen gäbe, die jedoch zum Teil in irgendwelchen Schubladen der Konzerne verschlossen liegen.
Auch das Budget der Rüstungsindustrie ist weit höher, als es wirklich sein müßte, weshalb dann auch immer wieder Kriege angezettelt werden, um einerseits veraltete Modelle zu verheizen und neue Waffen zu testen.
Es ist natürlich eine lukrative Unternehmung, erst einmal etwas zu zerstören, bevor man es dann wieder neu aufbauen kann. So kurbelt man die Wirtschaft an.
Ein geringfügiger Anteil davon in soziale Projekte weltweit, würde die Not in der Welt erheblich lindern, wenn nicht sogar ausmerzen. Doch das scheint nicht im Interesse der Mächtigen zu sein.
Wenn man die Geschichte der letzten 3 – 4000 Jahre betrachtet, so stellt man schnell fest, dass die Mächtigen ihre Untertanen mit großem Erfolg mit Angst und Sorgen beschäftigt haben und so ihre Positionen zementieren konnten.
Egal ob Pharaonen, Druiden, Priester oder Könige, sie alle hielten das Volk mit Drohungen in Schach.
All diese Unternehmungen sind so durchsichtig und offensichtlich, dass ich mich manchmal nur wundern kann, wie das die Mehrzahl der Menschen nicht sehen kann oder zumindest nicht wahrhaben will.
Die typische Aussage, die dann kommt „ja mei, da kann man halt nix machen!“ empfinde ich als blanken Hohn, denn wer hat es denn angeblich in der Hand, zu entscheiden wer das Volk regiert? Hier offenbart sich für mich sehr deutlich wie weit es mit der Herrschaft des Volkes (was ja die Bedeutung von Demokratie sein soll) dann wirklich her ist.
Auch was wir mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht machen, worin wir es investieren, hängt doch von jedem einzelnen ab. Oder?
Aber auch hier wird bereitwillig aus einer massiven Lethargie und Trägheit das gefördert, was bei genauerer Betrachtung über kurz oder lang schweren Schaden an uns nehmen wird.
Anfangen kann natürlich jeder nur bei sich selber, doch eben nur, wenn er bei sich selber anfängt und wirklich mal anfängt darüber nachzudenken, was er in Zukunft fördern will und was nicht.
Genau wie Götter nur soviel Macht haben und existieren können, solange an sie geglaubt wird und sie verehrt werden, ebenso können jegliche Machthaber nur existieren, wenn sie vom Volk gefördert und unterstützt werden.
Wenn Volksvertreter, die das vom Volk geschenkte Vertrauen mißbraucht haben, direkt vom Volk ihres Amtes enthoben werden könnten, dann wäre das vielleicht tatsächlich eine Demokratie. So aber machen sie praktisch was sie wollen und wenn sie durch einen Skandal abgesägt werden, dann wohl eher deshalb, weil sie den Fadenziehern nicht mehr in den Kram passen.
Das was wirklich als Demokratie praktiziert wird, ist ein ebensolcher Verrat an den Grundsätzen, wie es die Ausführungen des Kommunismus sind.
Da verhält es sich ebenso, wie bei den Religionen: Von der Idee her gut, in der Ausführung mangelhaft bis ungenügend.
Eine Alternative zur Demokratie? Da kenne ich nur eine, die zwar sehr schwer zu verwirklichen ist, solange die Menschen allzusehr auf ihren Vorteil bedacht sind und sich nach egoistischen Gesichtspunkten orientieren, doch die Einzige, bei der sich alle Beteiligten wohlfühlen könn(t)en und die heißt Konsens.
Bei TING’s und Rainbows wird dieser Konsens stets angestrebt, was natürlich oftmals lange Debatten in Redekreisen zur Folge hat, doch erstaunlicherweise kommt doch sehr oft eine Einigung zustande, weil sich jeder darum bemüht, die Beweggründe und Ansichten des anderen zu verstehen und nicht, wie in der Demokratie, sich auf seine Position versteift und darauf beharrt.
Parteien, die sich gegeneinander bekämpfen sind hier völlig fehl am Platze.
Der Konsens erfordert ein hohes Maß an Reife und fordert den Beteiligten Respekt und Toleranz ab. Hier geht es darum die Sichtweise des anderen zu verstehen, nicht sie zu bekämpfen. Hier ist Zuhören gefordert, nicht wie wir es im Irrenhaus Bundestag immer wieder präsentiert bekommen, sich gegenseitig ins Wort zu fallen und zu versuchen mit rethorischen Kniffen, dem anderen eins auszuwischen und ihn als Deppen hinzustellen.
Hier wäre die Kommunikation in einem Redekreis wohl sehr förderlich. In einem Redekreis (der uns von den nordamerikanischen Ureinwohnern in dieser Form überliefert ist) gibt es einen Redestab und nur der, der ihn in den Händen hält, darf sprechen, alle anderen haben zu schweigen (auch wenn ihnen der Widerspruch noch so sehr auf der Zunge oder den Lippen brennt). Sagt derjenige etwas, was die anderen Beteiligten auch so empfinden, dann können sie es mit einem kurzen kräftigen „Hou!“ bekunden. Widerspruch ist jedoch nicht angesagt.
Nun verhält es sich auch so, dass der Redestab nicht kreuz und quer herumgereicht wird und sich dadurch nur die Stärksten und Durchsetzungsfähigsten äußern können, sondern wird reihum im Kreis herumgereicht.
So hat jeder einzelne genug Zeit, seine Belange in Ruhe zu äußern und formulieren ohne dabei unterbrochen zu werden.
Dadurch haben die anderen die Möglichkeit demjenigen mal richtig zuzuhören, was er denn eigentlich wirklich meint und das ist erfahrungsgemäß oft weniger konträr, als es nach der Äußerung von Halbsätzen, die durch Unterbrechungen des anderen zu Stande kommen, der Fall ist.
Ein positiver Begleiteffekt ist die Bewegung des Redestabs im Kreis. Was sich im Kreis bewegt ist rund und alles was rund ist, wirkt harmonisch.
So habe ich oftmals bei Redekreisen die Erfahrung machen dürfen, dass ein ursprünglicher Streit sich auf wundersame Weise nach einigen Redestabrunden in völliger Eintracht, Übereinkunft und Harmonie aufgelöst hatte.
Das Ziel eines Redekreises ist der Konsens und, wie ich weiter oben schon anmerkte, da ein Konsens die Bereitschaft erfordert, auf den anderen einzugehen und nicht an seiner vorgefassten Meinung festzuhalten und diese mit allen Mitteln zu verteidigen, kommt dieser auch meistens zu Stande.
Wahrscheinlicher ist ein Konsens eher in kleinen Stammesverbänden und nicht in widernatürlichen unpersönlichen Staatengebilden, wo die Meinung und Bedürfnisse des einzelnen nichts zählen. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass diese menschenverachtenden künstlichen Staatengebilde ausgedient haben.
Viele, die das nun lesen, mögen mich vielleicht für einen Traumtänzer halten, doch die Zukunft liegt für mich in stammesähnlichen Strukturen, wie Talschaften oder Bioregionen, in denen sich ein jeder kennt und die Bedürfnisse eines jeden einzelnen wahrgenommen werden.
Von diesen Stämmen gewählte Vertreter treffen sich wiederum mit anderen Stammesvertretern und regeln die überregionalen Belange.
Das wäre eine Umkehrung des herrschenden Systems, in dem eine kleine Elite von oben herab entscheidet und ihre Macht diesbezüglich mißbraucht, für sich den größten Vorteil herauszunehmen und die Masse mit leeren Versprechungen und Lügen abzuspeisen.
Fortan würde dieser Vorgang von der Basis aus seinen Lauf nehmen und so auch die Interessen des kleinen Mannes und der kleinen Frau gewahrt sein.
Das setzt natürlich mündige Bürger voraus, die für sich und ihre Umwelt die Verantwortung übernehmen.
Wenn das aber nicht über kurz oder lang der Fall sein wird, gibt es für die Menschheit wohl kaum eine Zukunft.
Da ich jedoch die spirituelle Komponente in diese Entwicklung mit einbeziehe und weiß, dass die Menschen vor einem entscheidenden Schritt stehen, praktisch einem Quantensprung ihres Bewusstseins, der ja auch in vielen Mythologien und Prophezeiungen angekündigt ist, bin ich zuversichtlich, dass wir trotz aller derzeitigen Wider- und Hindernisse (die ja größtenteils in uns selbst liegen) zu diesem System gelangen und in Frieden, Respekt, Toleranz und Eintracht zusammen leben können.
Dafür werde ich mich einsetzen und in Projekte die dies fördern, meine Energie und Aufmerksamkeit lenken.
Viele Utopien wurden schon wahr, warum nicht auch diese!  Link

www.sorryeverybody.de/gallery/1/

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