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Interview in der Aura 2008-03

 

Hallo Od*chi, um was geht es im Leben? 

  

Erfahrungen sammeln, viel Lachen, Genießen lernen und innere Zufriedenheit finden. Zudem alles dafür tun, dass die Welt für die nachfolgenden Generationen lebenswert bleibt. Leider ist das momentan (noch) vielen Menschen zu wenig bewusst. Deshalb sehe ich meine Aufgabe momentan auch darin, durch Inspiration und Vorleben, das zu verändern.

 

Welche Philosophien haben Dich beeinflusst?

 

Im Grunde alle die mir begegnet sind mehr oder weniger stark. Nachhaltig wohl „Stalking Wolf“ in den Büchern von Tom Brown JR., Heyehmestos Storm („Die Sieben Pfeile“ und „Der Gesang des Heyohkah“) und auch Castanedas Lehrer Don Juan Matus. Also vorwiegend natur-spirituelle und schamanische Weltanschauungen.

 

Wie lebst Du Dein Leben? 

 

Mit Humor und heiterer Gelassenheit lässt sich so manche Herausforderung g’schmeidig bewältigen. Und ansonsten versuche ich folgenden Grundsatz zu realisieren: Achtsamkeit mit mir selbst, Achtsamkeit mit meinem Gegenüber und Achtsamkeit mit meiner Umwelt

 

 

Was meinst du mit deinem Motto "gschmeidig bleibn" ? 

 

Sowohl körperlich als auch geistig zu sein wie eine Katze: Frei, unabhängig, stets beweglich und elegant und somit allen Herausforderungen gewachsen.

 

 

Was sind Deine derzeitigen Projekte?

 

Neben meinen musikalischen Aktivitäten, den Schwitzhütten, Runenvorträgen und Freiluftveranstaltungen bin ich gerade dabei, mit einigen Gleichgesinnten einen gemeinnützigen Verein – der NaturS/Zauber e.V. – zu gründen. Besonders im Fokus soll dabei die Förderung und Inspiration von Kindern und Jugendlichen, durch naturpädagogische Veranstaltungen und Wildnisschulungen, zu einem gesunden Bewusstsein für Mutter Erde stehen. Wer daran mehr Interesse hat, sende eine Email an naturzauber@gmx.net  Der Verein ist gerade in Gründung begriffen und dürfte ab April 2008 offiziell sein.

 

 

Wie stehst Du dem Untersberg und dem Keltischen allgemein gegenüber?

 

Zuerst zum Untersberg: Ich empfinde diesen Tafelberg als starken Kraftort und tanke mich dort immer wieder auf. Es gibt Leute, die bezeichnen mich als „Hüter des Untersberges“ und in dieser Funktion sage ich: „Nähert Euch diesem Heiligen Berg mit mehr Respekt und Stille, macht dort weniger selbst und spürt was der Berg mit Euch macht und besteigt ihn mit der angemessenen Ausrüstung.“

Ob Kelten, Römer oder Bajuwaren, jedem Mensch mit Gespür blieb es nicht verborgen, dass der Untersberg etwas Besonderes hat und das drückt sich auch in den vielen Sagen aus. Gewiss freut es mich, dass inzwischen viele Leute über das „Keltische“ ihre Wurzeln suchen. Allerdinx kursieren da einige Fehlinformationen, die durch Halbwissen verbreitet werden. Das geht schon damit los, dass es die Kelten so gar nicht gab. Es gibt zwar durchaus eine keltische, wie auch eine germanische Kultur, bei der die Geschichtsforscher bis heute noch nicht genau wissen, wer wem zugehörig war, aber keines dieser Völker nannte sich so. Ich verlege mich da eh nicht auf Namen, sondern mich interessiert viel mehr, die Lebensweise und Weltsicht der vorchristlichen Völker. Einen guten Zugang dazu finde ich immer wieder durch die Runen und natürlich durch häufige Aufenthalte in der Natur, das regelmäßige Feiern der Jahreskreisfeste inklusive.

 

 

Vielen Dank für das Gespräch

 

http://www.urwurz.de/

 

 

Das Interview führte Martina Demmelmair

 

 


Gaia-Spirit-Interview 2008-04

 Gaia-Spirit-Interview 2008-04

 

Du verbringst viel Zeit allein in der Natur. Man könnte Dich als

Wanderer zwischen den Welten bezeichnen. Was empfindest Du, wenn Du

zwischen der Einsamkeit in der Natur und unserer konsumorientierten Wachstumsgesellschaft hin und her wanderst?

 

 

In den 90ziger Jahren, als ich vorwiegend im Wald lebte, negierte ich die moderne Welt und hatte dementsprechend Probleme mit und in ihr.

Heute weiß ich, dass beide Welten zusammen gehören und der momentane Ausdruck des Zeitgeistes sind.

Nun tanke ich in der Natur Kraft und bringe diese bei meinen Konzerten und sonstigen Veranstaltungen in die Zivilisation.

Die Kunst ist es für mich, beide Welten harmonisch zu vereinen.

Das heißt natürlich auch, das richtige Maß zu finden und sich nicht in den konsumgeilen Strudel hineinziehen zu lassen.

Am stärksten spürbar ist der Unterschied dieser zwei Welten durch die Lautstärke, den Geruch und die Geschwindigkeit, wobei ja erstere nicht unbedingt an der vermeintlichen Grenze halt macht und selbst an sehr abgeschiedenen Orten (in Mitteleuropa) Flugzeuge und sonstiger Zivilisationslärm vernehmbar ist.

 

 

Mit Deiner Kunst nimmst Du Einfluß auf unsere kulturelle Entwicklung.

Was willst Du den Menschen vermitteln, verbirgt sich eine tiefere Absicht dahinter?

 

 

„In der Ruhe liegt die Kraft!“ und sowohl meine Mandalas, die Sonnenbrennkunst, als auch meine Musik vermitteln diese Kraft.

Ich freue mich zwar durchaus, wenn meine Künste bewundert werden, doch viel mehr ein Anliegen ist es mir, besonders Kinder und Jugendliche damit zu inspirieren, selbst einen Stift oder ein Brennglas  in die Hand zu nehmen, oder draußen am Lagerfeuer mit einfachsten Mitteln und der eigenen Stimme Musik zu machen.

 

 

Was ist Dein größter Schmerz, womit kämpfst Du am meisten?

Was glaubst Du, will dieser Schmerz Dich lehren?

 

 

Dadurch, dass ich das Leben an sich inzwischen als Spiel erkenne und mir dadurch keine großen Dramen kreiere, lebe ich weitgehend schmerzfrei. ;-)

Große Schwierigkeiten habe ich nach wie vor mit unachtsamen und respektlosen Menschen, die, natürlich oftmals unbewusst, über die Grenzen anderer gehen.

So habe ich besonders mit unachtsamen übergriffigen Rauchern,  die ihrerseits Toleranz einfordern, jedoch nicht realisieren wollen, dass sie nicht nur sich, sondern auch anderen schaden, meine Schwierigkeiten.

Nicht nur daraus resultiert eine gewisse Ungeduld. Es ist auch die Ungeduld die aus dem Wissen entsteht, was mit einer gesunden und erwachten Menschheit, die sich mit Respekt und Toleranz begegnet,  möglich wäre, während sich die Menschen nach wie vor das Leben gegenseitig schwer machen.

Denn anstatt sich zu erleichtern, beschweren sie sich immer wieder.

Ja und erwacht sind derzeit noch wenige, viele haben zwar bereits die Augen auf, doch bisher tappen sie noch ziemlich „draamhappat“ umher. ;-)

Das lehrt mich einerseits, meinem Gegenüber klar meine Grenzen zu zeigen, andererseits mich in heiterer Gelassenheit zu üben.

Und weil ich natürlich auch weiß, dass ich keineswegs vollendet oder perfekt bin, auch zu sehen, wo ich die Grenzen anderer überschreite und nicht genug Respekt und Toleranz übe.

 

 

Was ist die größte Verlockung für Dich und wie gehst  Du damit um?

 

 

 

„Wenn da Berg ruaft, dann muaß i auffi! – Und dann gäh i auffi!“ ;-)

Nein, ganz im Ernst, da ich ein tantrischer Mensch bin – also, nicht mehr, wie in den 90zigern einen asketisch-sprirituellen Pfad folge, sondern einen Genuß-Yoga-Weg gehe – ist es stets eine Herausforderung, das Maß zu finden und zu wissen, wann es angesagt ist, Nein zu sagen.

Inzwischen gelingt mir das zwar ziemlich gut, doch eine gewisse Achtsamkeit und Selbstbeobachtung ist nach wie vor erforderlich!

 

 

Zurzeit gibt es eine globale Bewegung, die bemüht ist, zwischen der

modernen und der traditionellen Welt eine Brücke zu schlagen. Welche Werte sollten wir aus der Vergangenheit mit rüber nehmen in die heutige Zeit und worin siehst Du hier die größte Herausforderung?

 

 

Im Grunde ist es relativ einfach, den Weizen von der Spreu zu trennen, denn alles was g’schmeidig ist und mit den natürlichen Rhythmen und Gesetzmäßigkeiten korrespondiert, sollte gefördert werden.

Heutzutage orientieren sich wieder viele Menschen zur Göttin und einer weiblich-intuitiven Spiritualität hin.

Nach der stark Yang (männlich) orientierten Religiösität und deren Früchten, die durch ihre Einseitigkeit zu vielen widernatürlichen Zuständen geführt haben, ist diese Hinwendung zur Yin (weiblich) orientierten Religiösität verständlich.

Dennoch wäre es fatal, nun grundsätzlich all das zu verteufeln, was männlich und Yang geprägt ist und das weibliche zu verherrlichen, denn so entsteht erneut ein Ungleichgewicht.

Die Kunst ist es, ein natürliches Gleichgewicht zwischen den beiden Polaritäten zu schaffen und ein Feld zu kreieren, in dem sich Mann und Frau gleichberechtigt und einander ergänzend begegnen können.

Für sehr wichtig erachte ich auch, dass wir Europäer uns wieder mehr unseren eigenen spirituellen Wurzeln zuwenden und nicht so sehr in die Ferne schweifen.

Heutzutage wissen viele Leute mehr über hinduistische oder ur-nordamerikanische Traditionen oder auch den Mayakalender, als über unsere Urkultur und die hiesigen natürlichen Rhythmen.

Deshalb bin ich auch bestrebt, das Wissen über die Runen, die einen Schlüssel zu unserer Urkultur darstellen, den Menschen in unserer Region nahe zu bringen.

 

So wie es ein Reggae-Sänger trefflich formulierte:

„Ein Volk ohne Wissen über seine Herkunft und (Ur-)Kultur, ist wie ein Baum ohne Wurzeln.“

 


in der AURA

Lebenskunst * Wellness * Kreativität

 

Ausgabe 3/04 Juli - September

 

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1. Welche Kindheitserinnerung fällt Dir jetzt spontan

ein?

 

Heimlicher Alleingang auf den Riesenkopf (Berggipfel), während der Bapa mit Freunden auf die Hohen Asten (Berggasthof) sitzt und sich irgendwann Sorgen macht und mich bei meiner Rückkehr zammsch...

 

2. Welchen Titel würden Deine Memoiren haben?

 

Od*Chi, da voglwuidä Stoanaringa

 

Untertitel: „Das Leben ist Veränderung!“ sprach der Stein zur Blume und flog davon!

 

3. Was hält dich momentan in Bewegung?

 

Das Leben, die Liebe, die Musik und die Berge

 

4. Wer ist für Dich die bedeutendste Persönlichkeit

der letzten 100 Jahre?

 

Do foin ma glei a baar ei, auf alle Fälle Osho, Samarpan und Fredl Fesl!

 Und nicht zu vergessen, der Dalai Lama!

 

5. Was hörst Du momentan am liebsten?

 

Naturgeräusche, Obertonmusik und Stille

 

6. Worüber hast Du das letzte Mal geweint?

 

Erst gestern über das merkliche Altern meines treuen Freundes Odin (Hund)

 

7. Wann war Deine erste spirituelle Offenbarung?

 

Anfang der 90er Jahre, kurz nach der Wende.

 

 

8. Was sollte jeder Mensch einmal gemacht haben?

 

Das, was ihm wirklich Freude macht.

 

9. Wenn Du noch drei Stunden zu leben hättest, dann....

 

...würde ich das Leben weiterhin genießen und gewiss nicht in Panik verfallen!

 

10. Welches Laster hättest Du gerne noch in diesem

Jahrzehnt los?

 

Zu viel Reden

 

11. Was ist Deine Lieblingsdroge?

 

Musizieren und tantrische Liebe

 

12. Was muss mit auf die Insel?

 

Meine Liebste, ein Didgeridoo und a g´scheids Messer

Und  natürlich auch ein Brennglasl.

 

13. Dein persönlicher Geheimtipp für die AURA-Leser:

 

Oft in Woid geh, lustigä Liadl singa, need so vui denga und G´schmeidig bleim!

 

 

14. Was bedeutet für Dich Lebenskunst?

 

Das tun, was einem wirklich Freude macht und allen Widernissen mit Humor begegnen und sie dadurch meistern.

 


Witzige Folgeerscheinung des Interviews

 

meine Name ist Monika Fritzsche und ich bin die Lebensgefährtin von Fredl Fesl.

Wir haben in Ihrer Ausgabe 04/04 die kleine Anzeige im "Kunterbunt ins Hier & Jetzt" über Fredl gesehen und nun würde uns natürlich die Ausgabe 03/04 interessieren, was der Lebenskünstler Od*schi so über Fredl schreibt.

Wäre es möglich über Sie diese Ausgabe noch zu beziehen?! Oder wenigstens den Artikel zu lesen.

Unsere Adresse ist:

..................

bei Rückfragen rufen Sie uns doch bitte unter 08635 536 an.

Mir freundliche Grüßen

M. Fritzsche

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Hallo Monika Fritzsche ! Vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne sende ich Ihnen ein Exemplar von AURA zu. Das Interview mit Od*Chi befindet sich auf Seite 22. Herzliche Grüße auch an Fredl Georg Huber AURA-Magazin Georg Huber Postfach 1176 83013 Rosenheim Tel. 08031/968474 Fax 08031/968475 gh-aura@t-online.de www.aura-magazin.de

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Hallo Georg,

das ging ja schnell!!

vielen Dank für die Post! Od*Schi scheint ja wirklich eine interessante Persönlichkeit zu sein.

Hier vielleicht noch Fredls schmunzelnder Kommentar als wir den Hinweis in Ausgabe 4/04 zum ersten Mal gelesen haben:

"Dass ich zu den 10 bedeutendsten Personen der letzten 50 Jahre gehöre, war mir ja bewusst, aber zu den 3 bedeutendsten der letzten 100 Jahre... das ist schon eine Ehre!"

mit freundlichen Grüßen, natürlich auch von Fredl,

Monika

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